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Nr. 187, 2017, Juni / Juli Inhalt
 
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Die Versöhnung des Weiblichen
 
Die heilende Verbindung von Mond und Lilith

 
von Alexandra Klinghammer
 


 

Immer, wenn sich ein neues Bewusstsein Bahn bricht, tauchen gleichzeitig aus dem kollektiven Unbewussten spezifische Symbole auf, die die gegenwärtige Entwicklung und den aktuellen Zeitgeist widerspiegeln. So trat in der Astrologie mit dem gesellschaft­lichen Erstarken der Frauen in den letzten Jahrzehnten ein neues weibliches Symbol in Erscheinung, das mittlerweile zu einem festen Bestandteil in der Horoskopdeutung geworden ist: der Schwarze Mond, auch Lilith genannt.

Lilith beschreibt das ungezähmte, kraftvolle, autarke Weibliche. Wie Alexandra Klinghammer in ihrem Artikel schreibt, kommen mit Lilith weibliche Seiten wieder ins Bewusstsein, die lange Zeit im Schatten der Verdrängung lagen, damit wir ihrer gewahr werden, sie anerkennen und in unser Leben integrieren können. Auch Männer haben eine Lilith in ihrem Horoskop, die sie dazu ermuntern will, ihrer Intuition und ihrer schöpferischen Kraft zu vertrauen sowie zu lernen, intensiven Gefühlen furchtlos zu begegnen. Die Autorin zitiert das Beispiel des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron, für den es kein Problem ist, dass seine Frau Brigitte 24 Jahre älter ist als er. Ganz offensichtlich lasse sich Macron von seinen Gefühlen und nicht von gesellschaftlichen Konventionen leiten.

Wie der Artikel aber auch zeigt, lässt sich trotz solcher ermutigender Beispiele nicht verleugnen, dass punkto Gleichberechtigung und gleichwertigem Miteinander zwischen Männern und Frauen noch vieles zu transformieren und zu integrieren bleibt. Die Autorin bringt dann Beispiele, wie sich Frauen dagegen wehren, von Männern im Geschäftsleben ignoriert zu werden – entweder indem sie sich wehren oder indem sie sich überanpassen bis zur Selbstausbeutung. Mit der Psychologin und Zen-Meisterin Dr. Anna Gamma bringt sie das Beispiel einer Frau, die erkennen musste, dass sie in ihrem Berufsleben zu sehr männlich-aggressives Verhalten imitierte, und aus dieser Erkenntnis zu einer neuen weiblichen Haltung gefunden hat.

Alexandra Klinghammer zeigt dann in ihrem Beitrag, wie durch die Verbindung unserer Mond- mit unserer Lilith-Energie eine fruchtbare Synthese aus Sanftheit und innerer Stärke, aus Bezogenheit und Unabhängigkeit, aus Fürsorge und Freiheit entstehen kann. Da sich Lilith und Mond jeden Monat einmal zu einer Konjunktion verbinden, kann dieser Moment genutzt werden, um mit der Verbindung dieser beiden Kräfte am Himmel die Verbindung im eigenen Inneren zu stärken und so mit den eigenen Mond- und Lilith-Themen vertrauter zu werden und bewusster mit ihnen umgehen zu lernen.

 


Alexandra Klinghammer, abgeschlossenes Studium der Psychologie an der Universität Köln; Astrologin; Geschäftsleiterin der Astrodata AG; seit 1996 ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; Bücher: «Erwachen der weiblichen Urkraft» (2016), «Neptun – In Berührung mit dem Geheimnisvollen» (2014), «Visionen einer neuen Zeit» (2010), Mitautorin der Bücher: «Die Lilith-Fibel» (2008), «Wendezeit 2010–2012» (2009), E-Mail: Alexandra Klinghammer

 

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