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Nr. 189, 2017, Okt. / Nov. Inhalt
 
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R     E    F    L    E    X    E
R  E
  F  L  E  X  I  O  N  E  N


 

Jerry Lewis – Der «King of Comedy» ist tot

von Jörg Petersen

Kurz vor der Sonnenfinsternis vom 21. August, die ja vor allem in den USA zu sehen war, verdunkelte sich bereits die Sonne des Komödiantenhimmels: Jerry Lewis, der grosse amerikanische Komiker, Schauspieler und Filmemacher, verstarb am 20. August in Las Vegas.

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Fig. 1
Jerry Lewis
16. 3. 1926, 12:15 LT, 17:15 GT

Newark/NJ, USA (40N44, 74W10)
Placidus (GZQ: Taeger, IHL, A)

   

Lewis, ein russisch-jüdisches Einwandererkind, kommt am 16. März 1926 zur Welt. Mit 14 bricht er die Schule ab, schlägt sich als Platzanweiser, Würstchenverkäufer und Kellner durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelingt ihm der Durchbruch – zusammen mit seinem Partner Dean Martin erobert er die Theaterbühnen der Ostküste. Es folgen Radio-Shows und Fernsehsendungen.

1949 folgt der Sprung auf die Leinwand: Lewis und Martin drehen insgesamt 16 Filme zusammen. 1956 trennt sich das Duo. Der ambitionierte Lewis (starkes zehntes Haus; Saturn in fünf, siehe Fig. 1) dreht alleine weiter, versucht sich zunehmend auch als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, möchte die Kontrolle über seine Filme gewinnen (Pluto in Konjunktion mit dem AC). Zu seinen bekanntesten Filmen gehören «Hallo, Page!» (1960), «Der Bürotrottel» (1961) und «Der verrückte Professor» (1963). Mitte der 60er-Jahre, als die Uranus/Pluto-Konjunktion in Jungfrau auch den Massengeschmack ändert, geht der Erfolg seiner Filme schlagartig zurück. Während er von der amerikanischen Kritik nur als Clown angesehen wird, erfährt er zum Beispiel von der französischen Fachwelt höchste Anerkennung. 1982 gelingt ihm dann ein spätes und anspruchsvolles Comeback in Martin Scorseses «The King of Comedy».

Lewis’ Sonne/Uranus-Konjunktion, die ganz oben am MC gipfelt, vermittelt uns auf geradezu klassische Weise das Bild des erfolgreichen Komikers. Aber auch seine Venus/Jupiter-Konjunktion in Haus acht sowie im Wassermann-Zeichen offenbart, dass die Liebe (Venus) zum Humor (Wassermann) bei Lewis nicht nur in den Genen (Haus acht) lag, sondern auch von Erfolg (Jupiter) gekrönt gewesen ist. Der Stier-Mond an der Spitze von Haus elf unterstreicht zudem sein Vermögen, die Massen (Stier) zum Lachen (Haus elf) zu bringen.

Selber als Einzelkind aufgewachsen, hat Jerry Lewis sieben Kinder bekommen: Offenbar hat er seinen Saturn in Haus fünf nicht nur als Aufforderung begriffen, zum Meister der Komik zu werden. Sein jüngster Sohn Joseph stirbt 2009 mit 45 Jahren an einer Überdosis Morphium (Neptun im Quadrat zum Saturn in fünf; Skorpion Spitze fünf). Ein Schicksalsschlag, den Lewis nicht mehr verwinden kann. Im gleichen Jahr wird er mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Neben seiner Filmarbeit hat Lewis im Lauf der Jahrzehnte über zwei Milliarden Dollar für Muskelkranke gesammelt und gespendet. Er ist 91 Jahre alt geworden.
 



Ausstellung «Sonne, Mond und Sterne»
 

18. August 2017 – 20. Januar 2019 in Basel
 

Die Gestirne – Sonne, Mond und die Sternbilder – haben seit Urzeiten in praktisch allen Kulturen eine zentrale Bedeutung und prägen sowohl den Alltag wie religiöse Vorstellungen und kultische Praktiken. Die Ausstellung Sonne, Mond und Sterne im Museum der Kulturen in Basel beleuchtet die Rolle, die der Mensch den Gestirnen zugestanden hat und noch immer zugesteht. Sie zeigt auf, welche speziellen Praktiken unterschiedlichste Kulturen rund um die Himmelskörper entwickelt haben. Dabei sind spannende Objekte und herausragende Werke aus den Beständen des Museums zu bewundern.

Der Mensch beobachtet die Gestirne, greift nach den Sternen und zieht daraus seine Erkenntnisse, gewinnt auch sein Raum- und Zeitverständnis. Viele Kulturen leben und arbeiten nach Sonnen- und Mondkalendern. Wir ja auch. Diese Ausstellung zeigt viele kulturelle Praktiken im Umgang mit den Gestirnen. Sammlungsobjekte verdeutlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der menschlichen Beziehung zu den Himmelskörpern. So wird beispielsweise die Sonne einmal als positiv, manchmal auch negativ wahrgenommen und gedeutet.

Hinsichtlich der Darstellung von Himmelskörpern kennt die Kreativität des Menschen keine Grenzen. Sonne, Mond und Sterne haben dabei enorme Symbolkraft, sie gehören zu den Urbildern des Menschen. Auch diesem Thema geht diese Ausstellung im besonderen Masse nach. Ihre Macher wollen die Besucher begeistern: «Bewundern Sie auf Bildern, wie Sonne, Mond und Sterne beobachtet und dargestellt wurden. Staunen Sie über die daraus gezogenen Erkenntnisse. Tempelmodelle, Sonnenuhren und Kalender verdeutlichen, dass unser Raum- und Zeitverständnis darauf gründet. Sonnengötter und Mondgöttinnen erhellen die spezielle Beziehung der Menschen zu den Gestirnen. Schu¨tzen Sie sich dank der Himmelskörper, aber auch vor ihnen. Sonnen Sie sich in ihrer Strahlkraft!»

Die Ausstellung wird von regelmässigen Führungen und spezifischen Vorträgen zum Thema begleitet. Auf einem eigenen Kinderparcours sind Sonne, Mond und Sterne für die Kleinen spielerisch erlebbar.
 

Veranstaltungsort: Museum der Kulturen Basel, Münsterplatz 20, CH-4051 Basel, Tel. +41 61 266 56 00. Informationen zu Führungen und Veranstaltungen auf www.mkb.ch.

 



Macht doch Pluto wieder zu einem richtigen Planeten!

Kampagne für einen Wiederaufstieg

Seit dem Jahr 2006 ist Pluto herabgestiegen in die schnöde Welt der Zwergplaneten. Ein unhaltbarer Zustand, wie nicht nur die Astrologen, sondern auch einige amerikanische Wissenschaftler finden. Diese haben nun eine Kampagne ins Leben gerufen, um dem Herrn der Unterwelt auch am Himmel Respekt zu zollen und den alten Status als neunter Planet unseres Sonnensystems zurückzugeben. Pluto for Planet! – Kriterien wie Form und Oberflächenstruktur, nicht allein die Grösse, sollten darüber entscheiden, was einen Planeten wissenschaftlich ausmacht, so die Forderung der Wissenschaftler. Sie haben bereits einen Katalog mit solchen Kriterien zusammengestellt. Gemäss diesem gäbe es dann aber viel mehr Planeten als bisher, nämlich rund 110 Objekte des Sonnensystems würden darunterfallen, so auch der Mond der Erde. Das könnte viel Arbeit geben für die Astrologen.


 

 

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