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Nr. 190, 2017, Dez. / Jan. Inhalt
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Sie ziehen dahin, sie ziehen dahin, die Jahre fliegen dahin … Wir befinden uns im letzten Abschnitt von 2017, der astrologisch gesehen eine neue wichtige Phase einläutet, wenn die Sonne am tropicus capricorni, dem Wendekreis des Steinbocks, Hand in Hand mit Saturn dessen hauseigenes Tierkreiszeichen betritt. [S. 5, S. 14 ff., S. 40 f.] Die Sonne macht das alle zwölf Monate, Saturn nur zirka alle 29 Jahre, zusammen tun sie es ganz selten. Die Zeit des Advents ist nicht nur vom heiligen Nikolaus (Jupiter, der Herrscher von Schütze) und seinem Gegenspieler Knecht Ruprecht (Saturn, der Herrscher von Steinbock) geprägt, auch die römischen Saturnalien als Fest zu Ehren des Gottes Saturn oder Weihnachten als Fest des neuen Lichts betonen die Besonderheit dieses Zeitabschnitts. 

Mit dem Eintritt von Saturn in Steinbock ist für das Jahr 2018 eine neue Duftmarke gesetzt. Was könnte dieser Wandel bedeuten? Und überhaupt: Was bringt das neue Jahr, welche astrologischen Qualitäten gewinnen an Zugkraft, fordern die Menschen heraus und inspirieren sie hoffentlich nicht nur zu gut gemeinten Vorsätzen, sondern zum Besseren, zu guten Taten? Wie immer inspiriert der Wechsel der Jahreszahl auch die Astrologen dazu, den Blick nach vorne zu werfen und sich über die kommenden 365 Tage Gedanken zu machen. Dabei kommen nicht nur Saturn und sein bedeutsamer Ingress zur Sprache, sondern auch allerlei Chancen und Gefahren anderer Konstellationen. [S. 10 f., S. 12, S. 14 ff.]

Nur gut einen Monat vor dem Saturn ist bereits die Lilith ins Steinbock-Zeichen gewechselt, nachdem die beiden astrologischen Prinzipien sich gegen Ende August zu einer Konjunktion eingefunden hatten. Die zwei geben ein besonderes Paar ab: Saturn als Herr über Recht, Ordnung und Gesetz, auch Repräsentant des Überkommenen, des Patriarchats, und Lilith als Symbol der unterdrückten Frau, des ungebändigten Sexuellen, einer geheimnisvollen, dunkelgefärbten Kraft. In der Zeit zwischen ihrer Konjunktion und dem Übertritt in Steinbock, als beide im letzten Abschnitt des Schütze-Zeichens liefen, kam ein Thema aufs Tapet, das offensichtlich schon lange im Untergrund gärte und jetzt eruptiv überkochte (Feuer-Element): nämlich jenes der sexuellen Übergriffe, besonders in Situationen von Abhängigkeit und Machtgefälle. Bezeichnenderweise stand zuerst das glamouröse Hollywood (Schütze) auf der Anklagebank (Saturn). Ein breites Medienecho mit viel Empörung war die Folge eines Artikels, der am 10. Oktober vom amerikanischen Magazin The New Yorker publiziert wurde. Und dieses Datum ist von besonderer Brisanz, wie Claude Weiss in einem Artikel zeigt [S. 20 ff.], stand an diesem Tag doch das Thema Unabhängigkeit von Unterdrückern und Ausbeutern auch andernorts im Brennpunkt.

Die Heiligen Drei Könige [Titelbild] gehören ebenfalls in die Zeit des Steinbocks, des Jahreswechsels und der Befragung der Sterne. Sie waren ja Astrologen. Mit dem Eintritt von Saturn ins Steinbock-Zeichen ist auch der Startschuss gegeben für die nächste epochale Konstellation am astrologischen Himmel: die Dreierkonjunktion von Jupiter, Saturn und Pluto im Jahre 2020 im selben Zeichen. Ob die drei Planeten entsprechend den drei Königen gute Gaben bringen und weihrauchgeschwängerten Segen, wird sich in den nächsten zwei Jahren herauskristallisieren. Die königlichen Sterngucker, sie ziehen dahin, ziehen dahin … wie die Planeten, die Laternen am Nachthimmel menschlichen Bewusstseins.

Armando Bertozzi
Redaktor

  


Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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