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Nr. 191, 2018, Feb. / März Inhalt
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Für ein neues Jahr wünscht man sich ja immer viel Wunderbares, Auf­regendes und Schönes. Unser noch frisches 2018 – Sie wissen es – ist zumindest astrologisch gesehen mit einem neuen Energieschub gestartet, der längerfristig wirken wird. Ob allerdings die dabei aktivierte Steinbock-Qualität sich so wunderbar und aufregend zeigen wird? … mal schauen. [S. 12 ff., 20 ff.] 2018 wurde bereits zum «Steinbock-Jahr» ausgerufen. [S. 10 f.] Doch das ist nur ein Teil der Geschichte, denn es kreuzen ja noch andere Wichtigkeiten an unserem bestirnten Himmel: Chiron wechselt Mitte April das Zeichen [S. 24 ff.], Uranus tut es ihm einen Monat später gleich. 

Auch die deutsche Regierung steht im Wechsel. Oder versucht es zumindest. Seit den Wahlen im letzten September musste Frau Merkel schon mehrmals das Pferd wechseln, sie hat sich auf ihrer Ausschau nach Regierungsmehrheit bereits einmal um die eigene Achse gedreht, sodass nun plötzlich wieder jener vor ihr steht, den sie schon verabschiedet glaubte: der alte Genosse. Das deutsche Horoskop ist ja steinbockmässig gut bestückt – mit dem laufenden Pluto auf dem Radix-Saturn ist es aber seit Längerem eine zähe Angelegenheit mit dem Regieren. Der Transit dauert noch an. Nichts Neues unter der Sonne also: Das Neue bekämpft das Alte, das Alte klammert sich fest. Das Neue kann auch ängstigen. Das Alte wiederum ist oft zäh. Gut zu sehen in der Politik, auch in Deutschland. Die alten Mäuler, die sich nun fürs Regieren duselig reden, geben nicht die Töne von sich, die als Fanfare des Aufbruchs Ohr und Herz erquicken könnten. Bei ihren leidenschaftlich vorgetragenen «neuen» Vorschlägen fragt man sich alle paar Minuten, warum sie diese nicht schon längst umgesetzt haben. Sie hatten doch die Möglichkeit in all den Jahren. Das Neue ist zwar oftmals schon da, hat aber noch keine Handhabe. Vor allem den Jungen wird schlecht dabei, wenn sie die immergleichen Sprüche der alten Windfahnen hören, da kommt ihnen das GroKo. Was soll man machen: Ein Hoffnungsträger ist nicht in Sicht (Steinbock-Zeit).

In Österreich dagegen hat man sich bereits für den Jungspund entschieden, der aber irgendwie in seinem staatstragenden Bemühen schon alt wirkt (Steinbock-Zeit). Immerhin besitzt er noch den Kredit des jungen Gesichts. Herr Macron aus Frankreich wird weiterhin als Wunderknabe gefeiert, er sprüht vor neuen Ideen, aber richtig in Bewegung ist noch nicht viel gekommen (Steinbock-Zeit). Herr Trump, der amerikanische Wirbelwind, hat schon mächtig Dampf gemacht im letzten Jahr, was er aber Neues umsetzen wollte, verpuffte zumeist in den Wirren von Partikularinteressen und schmeckte zudem so schal wie der Steinzeitkapitalismus. Herr Trump will sich jetzt doch ans WEF nach Davos bemühen, zuvor pflastert er aber munter weitere Steine in seine Mauer der Abschottung (Steinbock-Zeit).

Es ist ein Kreisen und Ringen – wie am Himmel, so auf Erden. Als Astrologen wissen wir: Es kann immer irgendwo ein Stern aufgehen im weiten Rund da oben. Und als Menschen dürfen wir hoffen. Als Astrologen wissen wir aber auch: Steinbock ist das Zeichen des mühsamen sich Erarbeitens. Geduld ist gefragt bis zum Erblühen des Neuen, das ist das Geheimnis der Erde [Titelbild].

Armando Bertozzi
Redaktor

  


10 Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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