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Nr. 192, 2018, April / Mai Inhalt
 
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DAV-Kongress 2018 in Bad Kissingen

«Der bestirnte Himmel über mir … und das moralische Gesetz in mir»

Nach intensiven Beratungen hat der Vorstand des Deutschen Astrologen-Verbandes beschlossen, für seinen Astrologie-Kongress 2018 neue Wege zu gehen. Neu findet der Anlass im Tagungshotel Sonnenhügel in Bad Kissingen statt, und zwar etwas früher als sonst: am 28.–30. September 2018.

Zum Motto dieses Kongresses schreibt der 1. Vorsitzende Klemens Ludwig: «Der bestirnte Himmel über mir…» – so antwortete Immanuel Kant auf die Frage, was Ethik und Moral begründen könne. Dass der bedeutendste Philosoph der Aufklärung nun das Motto für unseren Kongress vom 28.–30. September in Bad Kissingen liefert, erscheint auf den ersten Blick gewagt. Dabei ist die Verbindung von Aufklärung und Astrologie gar nicht so abwegig, wie heutige Skeptiker glauben machen wollen. Friedrich II., der grosse Förderer der Aufklärung, war in seinem Arbeits- und Schlafzimmer vom Tierkreis umgeben und starb sogar unter dem Tierkreis als Deckenschmuck. Auch Immanuel Kant interessierte sich sehr für kosmische Zusammenhänge.

Kants Motto ist für uns Anspruch, den Blick über die vertrauten Himmelskörper hinaus in die Weiten des Universums zu richten. Und so lautet der Untertitel des Kongresses ‹Blick in den Kosmos als Inspiration für die Sterndeutung›.

Zur Begründung von Ethik formulierte der Philosoph weiter: ‹… und das moralische Gesetz in mir›. Das motiviert uns, auch die Frage nach der Ethik in der Astrologie aufzugreifen. Wo liegt ihre Verantwortung? Wo sind ihre Grenzen, etwa beim Thema Tod? Mehr dazu erfahren Sie in unserem Programm.»

Der Kongress läuft folgendermassen ab: Am Freitagabend um 20.15 Uhr ist (nach Mitglieder-Versammlung und Abendessen) Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden. Anschliessend findet der einzige Vortrag des Abends statt: Erich Bauer, «Astralmythologie – Reise zu den astrologischen Archetypen».

Der Samstagmorgen wird mit einer Mediation von Martin Trosbach eingeläutet. Um 9.30 Uhr spricht dann Harry Tobler über «Ungewöhnliche Verbindung – Wie die Astrophysik die Astronomie erklärt». Um 11 Uhr startet das Referat «Jenseits von Neptun – Himmelskörper des Kuipergürtels» von Rolf Liefeld.

Am Samstagnachmittag laufen parallel fünf Workshops – Wolfgang Bartolein / Benjamin Schiller: «Planetenenergien direkt erfahren – Aufstellung von Planetentriaden»; Manfred Magg: «Handlesen – Die Zeichen und Planeten in der Hand»; Martin Trosbach / Sabine Radmer: «…und der bestirnte Himmel in mir – Innenreise zu den Planeten des persönlichen Horoskops»; Svetlana Tilkova: «Geburtsdatumszahlen – Schlüssel zur Charakteristik der eigenen Sterne»; Petra Niehaus / Evelyn Rodtmann: «Sach-dienliche-Für-Sorge – Der Asteroid Vesta und das Prinzip der Achtsamkeit in der astrologischen Beratung». Die Besucher haben hier also ob der Mannigfaltigkeit des Angebotenen die Qual der Wahl.

Um 16 Uhr geht es dann weiter mit dem Vortrag von Bernadette Brady: «Die Fixsterne und die Herkunft der Seele – Über den Teil von uns, der schon vor dem Horoskop existiert hat». Brady ist die wohl prominenteste Hauptrednerin des Kongresses. Ihrem Auftritt schliessen sich gleich vier halbstündige Kurzvorträge an: Kerstin Röhricht: «Chinesische Astrologie – Kontakt mit einer fremden Welt»; Sylvia Neuner: «Nonkonformist – Die Yod-Figur»; Martin Sebastian Moritz: «Das rätselhafte 8. Haus – der Schatten im Horoskop»; Gertrud Krause-Traudes: «Streifzug durch die fraktale Ordnung unseres Lebensraumes – Klang – Materie – Emotion».

Dieser Tag könnte also ziemlich spannend und anstrengend werden – Zeit für ein entspanntes Abendessen mit hoffentlich vergnüglicher Abendveranstaltung (Tombola, Verleihung des Preises «Goldener Jupiter»). Nach einem abschliessenden Vortrag von Christian König: «Die Seele der Nacht – Eine Reise zum aktuellen Sternenhimmel», wird dann noch getanzt: Astro-Disco ist angesagt.

Der Sonntag beginnt mit dem Referat des DAV-Vorsitzenden Klemens Ludwig: «Plutos Reich – Astrologie und Tod». Anschliessend spricht Ilona Picha-Höberth über «Die grosse Bärin – Astrologie & Märchen: vom Umgang mit Menschen in Trauer- und Verlustsituationen». Nach einer Pause folgt der Beitrag von Rafael Gil Brand: «Zeit des Drachen – Die astrale Symbolik des Drachen und ihre Bedeutung für das heutige Zeitalter».

Den Sonntagnachmittag eröffnet Bernhard Firgau: «Der bestirnte Himmel in mir – Freiheit und Zwänge in der Astrologie». Er setzt damit gleichzeitig auch den Schlusspunkt unter die lange Liste der Vorträge. Danach gibt es nur noch die Verabschiedung durch den 1. Vorsitzenden des DAV.
 

 

Tagungsort: Hotel Sonnenhügel in 97688 Bad Kissingen, Burgstrasse 15, Tel. + 49 (0) 971830; Anmeldung: DAV-Geschäftsstelle, Wilhelmstrasse 11, 69115 Heidelberg, Fax: + 49 (0) 6221 / 6501823, E-Mail: dav@astrologenverband.de, Website: www.astrologenverband.de, Preise: Frühbucher bis 30. 4. 2018: Kongresskarte für DAV-Mitglieder € 150,–, für Nicht-Mitglieder € 210,– / ab dem 1. 5. 2018: DAV-Mitglieder € 200,–, Nicht-Mitglieder € 250,– / Tageskarte für DAV-Mitglieder € 100,–, für Nicht-Mitglieder € 130,–.

 

Zum Tod von Stephen Hawking † 1942–2018

 

von Armando Bertozzi

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Fig. 1
Stephen Hawking
8. 1. 1942, 12:00 LT, 11:00 GT
Oxford, GB (51N46, 1W15)
(Geburtszeit unbekannt
)

   

Am 14. März 2018 ist der weltberühmte britische Astrophysiker, theoretische Physiker, Mathematiker und Buchautor Stephen Hawking in Cambridge gestorben. In der Fachwelt war er bekannt für seine bedeutenden Arbeiten zur Kosmologie, zur Allgemeinen Relativitätstheorie und zu den Schwarzen Löchern. Daneben schrieb er populärwissenschaftliche Bücher, die Millionenauflagen erfuhren und seine Bekanntheit vergrösserten. Das erfolgreichste heisst «Eine kurze Geschichte der Zeit» (über zehn Millionen verkaufter Exemplare) und erschien im Jahre 1988; darin beschreibt er die Theorien zur Entstehung des Universums, zur Quantenmechanik und zu den Schwarzen Löchern.

Bekannt war Hawking auch für die schwere Krankheit, an der er litt: ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. 1963 wurde sie bei ihm diagnostiziert, und er hatte nach ärztlicher Einschätzung nur noch wenige Jahre zu leben. Er übertraf diese Prognose nun aber um viele Jahrzehnte. Die Krankheit zeigte bei ihm einen aussergewöhnlich langsamen Verlauf. Allerdings raubte sie ihm durch die irreversible Schädigung jener Nervenzellen, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind, im Laufe der Zeit sämtliche muskulären Fähigkeiten. Ab 1968 war er auf einen Rollstuhl angewiesen, später war er vollständig gelähmt.

Infolge der Behandlung einer schweren Lungenentzündung im Zusammenhang mit seiner ALS-Krankheit verlor er 1985 auch die Fähigkeit zu sprechen. Hawking liess sich einen Sprachsynthesizer bauen, den er für seine verbale Kommunikation einsetzen konnte. Seine krächzende Computerstimme wurde bald eine Art Markenzeichen, und er hatte mit ihr zahlreiche Gastauftritte in Kinofilmen («Raumschiff Enterprise») und TV-Serien («The Big Bang Theory»).

Im Horoskop von Stephen Hawking (Fig. 1) findet sich eine aussergewöhnliche Erde-Betonung (sechs Planeten samt Mondknoten), und es springen einem zwei markante blaue Dreiecke (Grosse Trigone) ins Auge (auch sie im Element Erde: Genie der Materie), welche von grosser innerer Stärke zeugen. Mars in Widder und Merkur in Steinbock stehen im exakten Quadrat zueinander. Die Prüfungen der Erde/des Körpers (zusätzlich eine Saturn/Uranus-Konjunktion im Stier-Zeichen) hat Stephen Hawking mit Bravour bestanden – denn er blieb zeitlebens so witzig wie eigensinnig, so mutig wie unbeirrt.

 

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