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Nr. 195, 2018, Okt. / Nov. Inhalt
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Der Sommer war sehr gross. Und sehr heiss. Astrologisch war er geprägt vom rückläufigen Mars und seiner grossen Erdnähe [S. 13 f.] sowie vom nicht allzu häufigen Phänomen, dass zwei Sonnenfinsternisse kurz hintereinander stattfanden. Man konnte den Schönwetterschein dieses Sommers geniessen, sich von den langen gelben Strahlen in südlichere Gefilde versetzt fühlen und sich fröhlich machen lassen. Und dem rückläufigen Mars konnte man durch intensives Bemühen um Nichtstun huldigen – sofern man nicht zwangsweise am Arbeitsplatz im Schweisse seines Angesichts nach etwas Luft schnappte und diesem mühsamen(!) Mars mit möglichst langsamen Bewegungen und viel Flüssigkeit (welche bekanntlich Feuer löscht) Gerechtigkeit widerfahren liess. Daneben konnte man am Fernseher die Nachrichten über grosse und gefährliche Waldbrände an verschiedenen Orten der Welt verfolgen und sehen, dass neben Wasser auch Erde Feuer löschen kann. Für viele Bauern war die ungewöhnliche Wärme und Trockenheit natürlich ein grosser Schaden und möglicherweise ein Grund für eine mittlere Sommerdepression [S. 54 ff.] – ganz abgesehen von der grossen Sorge, was das alles klimatechnisch für die Zukunft bedeuten könnte. Doch bei dieser Hitze konnte man sich darüber beim besten Willen nicht allzu viele Gedanken machen. Auf der politischen Bühne war es eine Zeit grosser Irrungen und Wirrungen. [S. 11, S. 14 f.] Überall stockte es, eine Zeit der Blockaden, der Rückschritte, der Verrenkungen – typische Erscheinungen eines rückläufigen Mars. In Genua stürzte eine Autobahnbrücke ein. Das war aber nicht der Grund, weshalb wir das Titelbild dieses Heftes ausgewählt haben. «Über der Schlucht» soll die allgemeine Weltlage in vielerlei Hinsicht illustrieren, gerade auch in politischer und wirtschaftlicher. [S. 60 f.] Auch bei Donald Trump lag ein Schatten auf den Sonnenuhren, und er drohte abzustürzen. [S. 22 ff.] Für ihn war es ein Sommer zum Vergessen.

Vergessen wir aber nicht: Anfang November wird Jupiter in sein eigenes Zeichen Schütze wechseln [S. 21]. Das lässt ein wenig die Hoffnung wachsen: Es mögen doch Ideen spriessen für neue Lösungen auf den vielen Baustellen dieser Welt. Brexit, Handelsstreit, Populismus, Nationalismus, Dieseldilemma, GroKo-Dauerkrise, Flüchtlings-Dauerdrama usw. Es möge doch Bewegung kommen in das festgefahrene Denken (und auf den Fluren lass die Winde los). Ebenfalls Anfang November kehrt Uranus ein letztes Mal ins Widder-Zeichen zurück – notabene ein Feuer-Zeichen und eine Konstellation, die für viel Unruhe und revolutionäre Bewegungen gesorgt hatte in den letzten Jahren. [S. 5]

Wenn die Blätter treiben, nämlich Anfang Oktober, wird nun die Venus rückläufig. [S. 5, S. 38 f.] Davon betroffen sind gemäss astrologischer Lehre besonders Partnerschaften und Beziehungen, auch Wirtschaft und Finanzen. Die Vergangenheit ist jetzt gross. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. [S. 46 ff.] Lasst uns also innehalten, der Fokus liegt auf der inneren Schönheit, lasst uns diese letzte Süsse jagen. Es ist Zeit. Lasst uns Weisheit lieben und Freundlichkeit pflegen.

Armando Bertozzi
Redaktor

  


Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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