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Nr. 196, 2018, Dez. / Jan. Inhalt
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Das Staunen sei der Anfang aller Philosophie, heisst es. Und die Neugierde der Beginn allen Forschens (vielleicht ist es auch der Hunger). Beide gehören in der Astrologie zusammen. Staunen und Neugierde und manchmal auch Angst treiben den Menschen an, seiner Zukunft Wege zu erforschen. Dass er sie hat, die Zukunft, darauf baut er. Darum sucht er nach dem erhellenden Licht in den unbemessenen Weiten seines Geistes und seiner Seele. Als Astrologe schaut er nach den weissagenden Lichtern im schwarzen Rund hoch über seinem Kopf. Dort spielt ein Engel ein Flageolett, aus der kleinen Flöte strömt eine süsse Melodie. Was kündet sie uns? Die Verzauberung ist der Anfang aller Kunst. Auch sie gehört zur Astrologie. Sie führt uns in das magische Reich des inneren Bildes, das mehr als tausend Worte sagt. Staunen, Neugierde, Verzauberung und manchmal auch Angst treiben den Menschen an, von Zeit zu Zeit über seine Zukunft nachzudenken. Wieder stehen wir am Rande eines neuen Jahres, das uns nicht zum Abgrund werden soll. Da lassen wir uns gerne bei der Hand nehmen von den Astrologen, die uns zeigen, was zu erwarten ist, denn sie haben die Schlüssel in Gewahrsam: Prophetie, Prognose und Deutung [S. 62 ff.] Hoffen dürfen wir, dass es nicht zu dicke kommt.

Wir kommen diesmal etwas dicker daher. Der Nikolaus hat fette Geschenke mitgebracht (Sie können auch denken, er bringe den Winterspeck). In diesem Heft schauen wir viel in die Zukunft. In kürzeren und längeren Beiträgen erzählen Astrologinnen und Astrologen von den Aussichten des neuen Jahres, indem sie die Sternenstände deuten [S. 10 f., 12 ff., 16 f., 18 ff., 24 ff.]. Dabei kommen sie vom Generellen zum Persönlichen, geht es um politische und soziale Trends, um Gesellschaft und Berufe, Liebe und Partnerschaft. Um alles, was uns anrührt in diesen Zeiten der grossen Unsicherheiten.

Eine neue mächtige Konstellation steigt auf am Horizont der astrologischen Weltschau. Die Saturn/Pluto-Konjunktion von 2020 steht schon am Kulissenhintergrund von 2019. Vorne auf der Bühne sind noch andere die Hauptdarsteller, etwa das Jupiter/Neptun-Quadrat von Januar bis September (mit beiden Planeten je in ihrem Heimatzeichen). Oder Uranus, der im März definitiv ins Erd-Zeichen Stier wandert. Die Mondknotenachse und die meisten Finsternisse des Jahres 2019 wiederum betonen den Krebs/Steinbock-Gegensatz. Im Mai wechselt Lilith in das Fische-Zeichen.

Mit uns spaziert ein Stern der Hoffnung in das neue Jahr, und der Stern heisst Jupiter, der grosse Wohltäter, der in seinem eigenen Zeichen Schütze aufblüht. Wir hätten also Grund, etwas ins Schwelgen zu geraten. Im Merkurjahr 2019 sollte man aber das Denken nicht vergessen. Schon länger erfahren wir die Gegenwart als Welten(um)bruch. Dabei ist es oftmals ein grosses Staunen über die Unverfrorenheit der Lärmmacher, das uns zum Ende allen Philosophierens bringt. Rette mich bitte auf einen Stern, süsser Engel! Doch wir müssen es hier aushalten. Auch das kann der Beginn von etwas Neuem sein. Der Anfang wächst immer aus dem Abschluss, sagt Gott Janus, beides gehört zusammen.
 

Armando Bertozzi
Redaktor

  


Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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