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K  A  L  E  N  D  E  R

 
 
 

Mitte Februar bis Mitte April 2019

von Verena Bachmann

 

Nach einem in mancherlei Hinsicht intensiven und für viele auch sehr anspruchsvollen Start ins Jahr 2019 werden in den kommenden beiden Monaten weitere wichtige Impulse gesetzt. Etwas vereinfacht könnte man den Prozess dieser Zeit so beschreiben: Nun wird die Bühne aufgebaut und die ersten Szenen aller Akte, die in diesem Jahr in irgendeiner Weise von Relevanz sind, werden aufgeführt. Entsprechend dürften Erfahrungen, Ereignisse und Entscheidungen dieser beiden Monate einen nicht zu unterschätzenden, weil weichenstellenden Effekt in Bezug auf den weiteren Verlauf des Jahres haben. Was in dieser Zeit auf der mundanen/kollektiven Ebene geschieht und entschieden wird, schafft die nötigen Voraussetzungen und bestimmt über die Richtung der weiteren Entwicklungen. Auch auf der individuellen Ebene können Ereignisse und Erlebnisse der kommenden Wochen wichtige Hinweise auf die in diesem Jahr anstehenden Prozesse geben. Das eigene Verhalten im Umgang mit eigenen Erfahrungen und dem Geschehen um sich und in der Welt dürfte für das Kommende vorentscheidend sein. Es schafft gewissermassen die Basis, von der aus die weiteren Schritte unternommen werden können.

In Bezug auf die nun anstehenden oder bereits laufenden astrologischen Prozesse ist es wichtig, sie in einem umfassenderen Kontext zu sehen und sich folgende übergeordnete Situation bewusst zu machen: Da sich die für die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Prozesse relevanten Planetenzyklen in einer abnehmenden oder auslaufenden Phase befinden (vgl. dazu den Artikel «Vom Umgang mit den Gespenstern der Vergangenheit» auf S. 46), dürften viele der nun erfolgenden Impulse und Aktivitäten auf der kollektiven Ebene im Konkreten zunächst scheinbar wenig bewirken. In den betroffenen Bereichen geht es daher vor allem darum, sich auf das in der Gegenwart Anstehende und Wesentliche zu fokussieren und die Vorbereitungen zu treffen für die im Jahr 2020 kommenden entscheidenden Impulse und Bewegungen.

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Neumond
4. 2. 2019 – 21:03 GT


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Vollmond
19. 2. 2019 – 15:53 GT


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Neumond
6. 3. 2019 – 16:04 GT

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Vollmond
21. 3. 2019 – 1:43 GT

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Neumond
5. 4. 2019 – 8:50 GT

Am besten kann dieser Prozess mit der Metapher von einem anstehenden Umzug in ein neues Land beschrieben werden. Der neue Wohnort, das neue Haus sowie die geistigen und technologischen Voraussetzungen für das zukünftige Leben existieren bereits, der eigentliche Umzug wird jedoch erst im nächsten Jahr stattfinden. Es ist noch nicht möglich, bereits jetzt zum neuen Ort zu fahren und sich dort einzurichten. Damit können auch die zu erwartenden konkreten Umstände noch nicht vollständig überblickt werden. Gleichzeitig gilt es aber, am alten Ort alles zu unternehmen, um für den kommenden Umzug vorbereitet zu sein, damit dieser möglichst problemlos verlaufen kann. Es geht zum Beispiel darum, sich intensiv mit dem zu beschäftigen, was sich am bisherigen Wohnort angesammelt hat, und das, was nicht mehr zu gebrauchen ist oder nicht mehr funktioniert, auszusortieren und zu entsorgen. Alles aber, was als wesentlich, wichtig und erhaltenswert erkannt wird, muss für den Umzug vorbereitet und in Transportkisten abgepackt werden. Parallel dazu muss aber das Leben am alten Wohnort noch weitergehen wie bisher und gilt es dafür zu sorgen, dass dies so gut und komfortabel wie möglich vonstatten geht.

In Bezug auf die astrologischen Konstellationen fällt zunächst auf, dass sich in den kommenden Monaten alle Langsamläufer vorwärts bewegen. Entsprechend finden in allen Bereichen wichtige und relevante neue Entwicklungen statt, wobei diese im Kontext der oben beschriebenen generellen Dynamik gesehen werden sollten, das heisst, sie dienen der Vorbereitung für die im Jahr 2020 anstehende umfassendere Neuorientierung. Zwei Planetenpaare verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit – sie bestimmen mit ihrem gemeinsamen Tanz über zwei wichtige, sehr unterschiedliche Entwicklungsstränge. Am ersten sind Pluto und Saturn beteiligt. Sie nähern sich einander bis Ende März bis auf 3 Grad an; genau wird die Konjunktion im Januar 2020. Die dannzumal in den Vordergrund rückenden Themen sind somit bereits jetzt spürbar.

Pluto (22–23 Grad Steinbock) bewegt sich erstmals in diesem Gradbereich. Damit sind auf kollektiver Ebene (vor allem in Bezug auf gesellschaftliche, institutionelle und gesetzliche Strukturen) wichtige neue Entwicklungen und Themen zu erwarten. Allenfalls führen diese dazu, dass die durch persönliche Erfahrungen, revolutionäre Prozesse oder technologische und wissenschaftliche Entwicklungen im Jahr 2016 ausgelösten Veränderungen nun in einem neuen Licht erscheinen und die damit verbundenen Folgen deutlicher spürbar werden. Was in diesen Belangen geschieht, ist das erste Kapitel einer Geschichte, die bis Ende 2020 weiterläuft. Da Pluto jedoch auch im Bereich des absteigenden Mondknotens läuft, ist damit zu rechnen, dass zwar neue Impulse und bisher noch nicht beachtete Themen auftauchen, der Umgang mit ihnen jedoch gemäss alten Mustern und den darin enthaltenen Glaubenssätzen erfolgt und echte Veränderungen somit blockiert werden. Im Zentrum dieses Geschehens dürften Werte, Beziehungen und Verträge aller Art stehen.

Auch Saturn (15 ½ – 20 ½ Grad Steinbock) bewegt sich in einem neuen Bereich. Die dort stattfindenden Prozesse wiederum bauen auf Erfahrungen und Entwicklungen aus den in den Jahren 2015 bis 2018 durch die damaligen Pluto-Transite ausgelösten Geschehnissen auf. Dabei werden die damaligen Entscheidungen, Ereignisse und Entwicklungen und die sich daraus ergebenden konkreten Konsequenzen noch einmal unter die Lupe genommen. Im Vordergrund dürften Machtstrukturen aller Art (vor allem politische und institutionelle, Autoritätsfiguren), aber auch persönliche und kollektive Wandlungsprozesse stehen.

Da auch Saturn im Bereich des mundanen absteigenden Mondknotens läuft, ist anzunehmen, dass parallel dazu teilweise sehr weit in der Vergangenheit liegende unverarbeitete Geschichten und Ereignisse (vor allem im Zusammenhang mit den Themen Grenzen, Verantwortung und Autorität) das aktuelle Verhalten in einer nicht unerheblichen Weise mitbestimmen. Dort, wo dies geschieht, dürften sich bestehende Probleme verschärfen. Wo es hingegen gelingt, die alten Muster und deren Ursprung zu erkennen und bewusst zwischen damals und heute zu unterscheiden, können seit langem vorhandene Blockaden gelöst werden. Auch bei diesen Themen geht es um eine erste und vorläufige Bestandesaufnahme, weitere Kapitel dürften in der zweiten Jahreshälfte geschrieben werden.

Die laufende Venus bildet am 18. Februar eine Konjunktion mit Saturn und am 23. Februar eine mit Pluto (am absteigenden Mondknoten). Sie nimmt damit die oben beschriebenen Fäden auf und sorgt für erste klare Hinweise in Bezug auf die nahende Konjunktion. Besonders betroffen sind diesbezüglich Beziehungen und Partnerschaften, Verträge, aber auch Werte aller Art (Finanzen, Wirtschaft etc.). Es ist zudem möglich, dass auch im Bereich von Rechtsprechung und Gesetzgebung wichtige Impulse für die Zukunft erfolgen.

Das zweite wichtige Planetenpaar besteht aus Jupiter und Neptun – auch sie vollführen in diesem Jahr einen besonderen Tanz. Nach dem ersten genauen Quadrat im Januar entfernen sie sich nun zwar etwas, aber da die Sonne (7.–14. März) und Merkur (mit seiner Rückläufigkeitsschlaufe) während der ganzen Phase eine Verbindung zwischen den beiden schaffen, bleiben ihre Themen trotzdem aktuell. Im Vordergrund dürften hier Geschehnisse und Prozesse im Zusammenhang mit spirituellem Bewusstsein, Visionen und Illusionen, Grossmut und Liebe, Verführung und Verleugnung der Realität stehen.

Neptun bewegt sich im Bereich von 15 ½ – 17 ½ Grad Fische. Er nimmt zunächst Themen und Erfahrungen des vergangenen Jahres nochmals auf, um ab Mitte März in einem neuen Gradbereich zu laufen. Damit werden sowohl auf der mundanen wie auch auf der individuellen Ebene neue Themen angesprochen. Da sowohl die Sonne (7. März) als auch Merkur (19. Februar, 24. März und 2. April) eine Konjunktion zu Neptun bilden, können in dieser Zeit neue Visionen empfangen werden, mundan sind tief berührende Erfahrungen von Mitgefühl und Verbundenheit möglich. Allenfalls setzen Ereignisse in dieser Zeit auch einen wichtigen Impuls in Bezug auf den Umgang mit der Natur und mit Flüchtlingen.

Jupiter läuft in dieser Zeit im Bereich von 19–24 Grad Schütze. Dort sorgt er für Zuversicht und Vertrauen, begünstigt Wachstum und Entwicklung und ermutigt zum Aufbruch in neue Welten, kann aber auch grosse Erwartungen, missionarische Bestrebungen und politischen Fanatismus auslösen. Da er 10. April seine Station zur Rückläufigkeit erreicht, dürfte es in Bezug auf die Erfahrungen und Geschehnisse dieser beiden Monate bis zum November dauern, um den tieferen Sinn sowie die wirklichen Fortschritte und weiterführenden Entwicklungen zu erkennen und von den falschen Versprechen und übertriebenen Hoffnungen unterscheiden zu können. Besonders betroffen sind in diesem Zusammenhang politische, kulturelle, religiöse und spirituelle, aber auch rechtliche Fragen.

Lilith läuft in diesen Monaten im Bereich von 21–28 Grad Wassermann. Sie bildet in dieser Zeit einerseits Konjunktionen zu Merkur (5. Februar), Sonne (9. Februar) und Venus (22. März), andererseits ein Quadrat zu Mars (24. März). Vor allem in Bezug auf die Themen Gleichberechtigung, Geschlechterkampf sowie alte und neue Weltbilder sind daher in dieser Zeit wichtige Entwicklungen zu erwarten. Allenfalls sorgen aufrüttelnde Ereignisse, Skandale oder Tabubrüche für einen markanten Wandel im Umgang mit einem Thema oder setzen eine ganz neue Entwicklung in Gang.

Auch Chiron und Uranus verdienen in diesen Wochen viel Aufmerksamkeit. Chiron tritt am 18. Februar definitiv ins Zeichen Widder ein und bildet dort am 22. März eine Konjunktion mit der Sonne. Uranus wiederum vollzieht am 6. März den definitiven Ingress ins Zeichen Stier. Damit endet für beide eine je sieben Jahre dauernde Phase. Der Fokus richtet sich nun auf neue Themen. Beide Planeten liefen bereits im vergangenen Sommer während einiger Monate in den neuen Zeichen und boten damit die Möglichkeit, sich auf den Energie- und Themenwandel einzustellen.

Bei Chiron und den ihm zugeordneten Themen und Erfahrungen (Talente und Begabungen, tief berührende Erfahrungen und Einsichten, Heilung, aber auch Verletzungen, Zweifel an sich und der Welt sowie Hilflosigkeit angesichts eines Geschehens) drehte sich bisher vieles um Liebe, Verbundenheit, Ganzheit, Religion und Spiritualität. Nun beginnt eine ebenfalls sieben Jahre dauernde neue Phase mit Erfahrungen im Bereich der Trieb- und Instinktnatur des Menschen, des Strebens nach Überleben, aber auch des Umgangs mit Aggression und Gewalt, von Rivalität sowie Leistungs- und Dominanzanspruch. Vor allem in der Zeit seines Ingresses sowie seiner Konjunktion mit der Sonne ist auf diesen Gebieten sowohl auf der individuellen wie auch auf der kollektiven Ebene mit Ereignissen zu rechnen, bei denen der persönliche Wille eines Menschen, seine Absichten und das eigene Tun nicht die geplanten und erwarteten Resultat bringen. Oder es scheitern jegliche Bestrebungen, etwas zu ändern und zu verbessern – im Gegenteil, die Situation verschlimmert sich noch. In der Folge geht es darum, das Wirken einer grösseren, umfassenderen Kraft zu akzeptieren und sich in Demut und Geduld zu üben. In diesem Zusammenhang ist es möglich, dass Ereignisse des Jahres 2011 (Ingress von Uranus ins Widder-Zeichen) nochmals Aufmerksamkeit erhalten.

Der Zeichenwechsel von Uranus in Stier am 6. März und die verbundenen Entwicklungen wiederum verlaufen deutlich anders. Vor dem Ingress erreicht er am 13. Februar die Konjunktion mit Mars (29.12 Grad Widder) und am 1. März das Quadrat zur Venus (29.46 Grad Widder). Entsprechend ist vor allem im Februar noch einmal mit Vorfällen und Erfahrungen zu rechnen, in welchen die kämpferischen, kriegerischen und revolutionären Widder-Energien in vollem Mass zum Ausdruck kommen dürften. Im Besonderen dürften Ereignisse zur Zeit der Konjunktion starke Impulse setzen, deren Folgen in den restlichen Monaten des Jahres noch zu spüren sein werden. Das Quadrat zur Venus wiederum dürfte den Wechsel ins Stier-Zeichen vorbereiten. Es ist gut denkbar, dass unerwartete Ereignisse und Wendungen in den ersten zehn Tagen des Monats März den anstehenden umfassenden Wertewandel (unter anderem bezüglich des Umgangs mit der zunehmenden Digitalisierung und den modernen Technologien, aber auch mit der Natur und dem laufenden Klimawandel) markieren und aufrütteln und zu einem Umdenken bewegen.

Zum Schluss sei nochmals darauf hingewiesen, dass die meisten Erfahrungen und Ereignisse dieser Monate erst entweder das Vorspiel oder den ersten Akt eines grösseren Dramas darstellen – die letzten und abschliessenden Akte der Geschichte erfolgen frühestens im Herbst, in den meisten Fällen aber erst im Jahr 2020.


Hinweis: In diesem «Kalender» nicht explizit erwähnte Konstellationen wurden entweder in der Deutung berücksichtigt oder werden im «Wochenkalender» von Verena Bachmann auf www.astrodata.com aufgegriffen, wo die laufenden Konstellationen für die jeweils kommende Woche detailliert beschrieben sind.


Verena Bachmann, pädagogische Ausbildung; seit 1982 astrologische Beratungspraxis in CH-Zürich; Aus- und Weiterbildung in humanistischer Psychologie (Psychosynthese und Gestaltarbeit); Leiterin der Schule für Erwachsene (SFER); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE; internationale Vortragstätigkeit; Bücher: «Mondknoten. Lebensweg und Entwicklung im Geburtshoroskop» (2008/2012); «Die Macht des Weiblichen. Astrologische Symbolik im Spiegel des Wandels» (2011); «Visionen einer neuen Zeit» (2010, Mitautorin); «Die Chiron-Fibel. Brückenbauer zwischen Geist und Materie» (2009); «Pluto – Eros, Dämon und Transformation» (1989, Mitautorin); E-Mail: Verena Bachmann

 

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