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B Ü C H E R S C H A U

 
 

Die gesamte Antike im Blick

Manly Palmer Hall
Babylonische Sternkunde

Pb., 124 S., ill., € 12,40 / sFr. 15.10 fPr.,
Bigbell, CH-Wallisellen 2018

     

Das Cover des Buches Babylonische Sternkunde lässt Manly Palmer Hall, dem «Meister der Mysterien», ein etwas reisserisches Entrée zuteil werden, zumal das ganze Buch als «MPH Pamphlet» erscheint. Der Inhalt ist weder Reisser noch Pamphlet, sondern eine grundsolide Einführung in die astronomisch-astrologische Schau der Völker im Zweistromland, insbesondere der Sumerer. Palmer Hall gelingt es dabei, die gesamte Antike in den Blick zu nehmen, mit grossem Bogenschlag bis hin zur Neuzeit. Ihm kommt es auf die grossen Zusammenhänge an.

Der Herausgeber, Jimmy Deix, hat nicht nur Palmer Halls ursprünglich aus dem Jahr 1950 stammenden Vortrag übersetzt, sondern gibt im Vorwort und in einem mehrteiligen Anhang weitere Vertiefung und Orientierung zur babylonischen Sternkunde, zur heiligen Siebenzahl und zum Sexagesimalsystem und dessen Bezug zum Tierkreis. Ein ausführliches, sehr wertvolles Glossar beschliesst das Buch.

Wer war Manly Palmer Hall? Geboren 1901, begegnet er 1919 erstmals theosophischen, rosenkreuzerischen und anderen esoterischen Lehren, die er förmlich in sich aufsaugt. Nur wenige Monate später wird er zum Prediger einer der vielen esoterischen Kirchen in Kalifornien gewählt. Er leitet die Gemeinde und bildet sich zugleich systematisch in Theologie, Psychologie und Religionswissenschaften fort. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit und mit grossem Tiefgang publiziert Palmer Hall zahlreiche wissenschaftliche und okkulte Schriften. Er stirbt 1990.

–Christoph Schubert-Weller





Wunderbare Gelegenheit zum Üben
 
Erik van Slooten
Praxisbuch Klassische Stundenastrologie

Übungen für Fortgeschrittene

Pb., 145 S., € 18,95 / sFr. 28.70fPr.,
astronova, D-Tübingen 2018

 

Das vorliegende Praxisbuch Klassische Stundenastrologie des bekannten klassischen Astrologen Erik van Slooten ist ein Lehrbuch der ganz besonderen Art. Der Autor setzt das Grundwissen in Stundenastrologie voraus, denn es gibt hier ohne Theorieteil 50 Horoskopbeispiele, die der Leser, die Leserin sich selbst erarbeiten kann. Auf Einleitungen und Darlegen der stundenastrologischen Regeln verzichtet Erik van Slooten in diesem Buch bewusst. Dazu gibt es von ihm weitere, sehr gute und detailreiche Literatur. Im vorliegenden Werk geht es ausschliesslich um Üben, die Leserinnen und Leser werden angeregt, sich selbst mit der klassischen Astrologie auseinanderzusetzen.

Die 50 Fallbeispiele aus seiner täglichen Praxis sind in drei Schwierigkeitsstufen eingeteilt (SG 1–3), sodass sofort klar ersichtlich ist, ob es sich um ein einfacheres Beispiel (SG 1) oder einen herausfordernderen Fall (SG 3) handelt.

Aus allen Lebenslagen werden Fragen behandelt, wie sie in den stundenastrologischen Beratungen auch tatsächlich vorkommen können. Zum Auffinden des jeweiligen Themas gibt es eine kurze Gliederung zu Anfang des Buches, sodass auch schnell gezielt nach der Beantwortung eines bestimmten Themenkomplexes nachgeschlagen werden kann. Die Bandbreite geht von Suchen und Finden, über Entscheidungen bis hin zu zeitlichen Entwicklungen. Der Bezug zur Praxis wird in der übersichtlichen Gliederung deutlich:

Als Erstes kommt die Frage mit dem Thema und den Horoskopdaten sowie die Horoskopgrafik. Erst dann legt der Autor dar, warum er wie geantwortet hat. Die geforderte technische Reihenfolge in der stundenastrologischen Fragebeantwortung wird sehr klar eingehalten: Frage widergespiegelt? / Signifikatoren? / Deutung und Antwort. Oft folgt dann noch als Nachtrag der tatsächliche Verlauf bzw. der nachfolgende Rückblick auf die Angelegenheit. Diese klare Struktur bei allen dargestellten Beispielen lässt schnell erkennen, wie wichtig präzises Vorgehen beim Beantworten stundenastrologischer Fragen ist.

Dieser Erfahrungsschatz an astrologischen Fragen, den Erik van Slooten uns hier zur Verfügung stellt, ist eine wunderbare Gelegenheit zum Üben und für stundenastrologisch arbeitende Kolleginnen und Kollegen eine Möglichkeit zur Selbstüberprüfung. Für mich ist das Buch auch ein Nachschlagewerk für manche Fragen, wenn ich denke: «Wie hätte Erik dies jetzt beantwortet?»

–Ute Flörchinger

 



Das «Grosse Bild» unserer Zeit
 
Christoph Schubert-Weller:
Endzeit oder Übergang
Leben und Kultur, Zivilisation und Ziel am Beginn des Wassermannzeitalters

Pb., 280 S., € 22,–,
astronova, D-Tübingen 2019

 

 

In seinem aktuellen Buch Endzeit oder Übergang (Untertitel: «Leben und Kultur, Zivilisation und Ziel am Beginn des Wassermannzeitalters») schlägt Christoph Schubert-Weller einen weiten Bogen: Er diskutiert zunächst die «Lange Zählung» des Maya-Kalenders und setzt ihr Ende, den 21. 12. 2012, mit dem Wassermannzeitalter in Verbindung. Danach identifiziert er den Uranus/Pluto-Zyklus als Trigger für den neuen Äon und legt dessen Beginn auf das Jahr 1968. In dieser Zeit ist nämlich – durch das Musical «Hair» – der Begriff des «Age of Aquarius» im Westen populär geworden. Dies alles setzt der Autor in Bezug zur allgemeinen Entwicklung der Menschheit, von ihren Anfängen bis hin zu den Weltuntergangszenarien unserer Tage.

Den Grossteil des Buches macht der Abschnitt «Wassermann-Äon am Start: Bausteine zur Gegenwart und Zukunft» aus; hier durchschreitet der Autor die zwölf Tierkreiszeichen bzw. Häuser und untersucht jedes in Hinblick auf das neue Zeitalter. Zusätzlich interpretiert er das zurückliegende Uranus/ Pluto-Quadrat und misst den Stellungen von Uranus in Widder sowie Pluto in Steinbock hinsichtlich der Wassermannzeit eine besondere Bedeutung bei. In diesem letzten Abschnitt kommen auch – was nicht verschwiegen werden soll – einige schräge Theorien zu Wort (Stichwort «reptiloide Aliens»); manche Leser werden sie vielleicht obskur finden, andere wiederum faszinierend – wassermännisch-originell sind sie allemal.

Ein tiefgründiges Buch, und ein Werk, das – trotz einiger weitschweifiger Exkurse – jedem Astrologiekundigen ans Herz gelegt werden kann, der sich intensiver mit dem «Grossen Bild» unserer Zeit auseinandersetzen möchte.

–Jörg Petersen

 

   
 
 
 

 

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