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Nr. 203, 2020, Feb. / März Inhalt
 
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Kongressbericht «Reset Astrology – Auftakt zu einer neuen Ära» vom 11./12. Januar 2020
 
Die Saturn/Pluto-Konjunktion 2020: Gezeitenwende
 
von Viviane Backhaus
 

Anlässlich der aktuellen signifikanten Saturn/Pluto-Konjunktion in Steinbock beschlossen die fünf Organisationen Astro-Club Zürich, Astrologie Heute, IFAP, SAB und SFER im Sommer 2017, gemeinsam einen grossen Kongress zum Thema und zum Zeitpunkt der Konjunktion durchzuführen. Nach langer, intensiver Vorbereitungszeit war es am 11./12. Januar 2020 endlich so weit, der Auftakt für eine neue Ära konnte beginnen. ‹Reset Astrology› fand im Hotel Marriott in Zürich mit rund 460 Besucherinnen und Besuchern statt, viele kamen auch aus Deutschland und Österreich. 14 renommierte Astrologinnen und Astrologen beleuchteten am Kongress die Herausforderungen und Gefahren dieser Konstellation.

 
Alexandra Klinghammer führte durch den Kongress
 

Am Samstag eröffnete Alexandra Klinghammer, Moderatorin des Kongresses, schwungvoll die Tagung mit den Worten: «Es ist uns eine riesige Freude, dieses kosmische Ereignis, diesen epochalen Moment zusammen zu zelebrieren und uns über die aktuelle Zeitqualität sowie Trends in der Astrologie auszutauschen … Uranus ändert ausserdem gerade seine Richtung in direktläufig, was eine guter Moment für einen Neustart und Raum für Astrologen bietet, und mit der gestrigen Mondfinsternis wird es sogar das intensivste Wochenende 2020 werden …!»

   
 
Markus Jehle

Dies bestätigt auch Markus Jehle gleich zu Beginn seines Vortrags über Antifragilität und die Zukunft der Astrologie. «Über Pluto ist es nicht möglich blutleer zu reden! Mit Pluto besteht die Möglichkeit, überpersönlich Einfluss zu nehmen. Mit der Saturn-Konjunktion geht es auch um verinnerlichte Regeln, und wir erkennen, was wir wirklich fürchten müssen …» Neben den persönlichen Bedeutungen weist Jehle darauf hin, dass die Saturn/Pluto-Konjunktion eine Gründerzeit ist, wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat (zum Beispiel 1947/48, DAV), was leider auch schiefgehen könne, wenn falsche Fundamente gesetzt werden (zum Beispiel Brexit). Dann erläutert er anhand von Beispielen vier philosophische Begriffe: 1. Antifragilität (Nassim N. Taleb) – eine Welt, die wir nicht verstehen, weil wir uns bei Irrtümern und Störungen verbessern. 2. Unverfügbarkeit – alles, was sich unserer Kontrolle entzieht, was wir nicht beherrschen können, zum Beispiel das Wetter. 3. Komfortzonen-Crashing – etwas uns Unbekanntes tun. 4. Konsumverstopfung – individuelles Wohlbefinden hängt nicht von Konsum und Einkommen ab. «Was kann der Beitrag der Astrologen sein, um das individuelle Wohlbefinden zu steigern?» – Jehle blickt optimistisch in die Zukunft und meint: «Die Astrologie war schon immer antifragil, denn als erkenntnisförderndes System ist sie unschlagbar, sollte sich aber eine gewisse Unverfügbarkeit immer bewahren.»

  
Monica Kissling
 

Monica Kissling fokussiert sich in ihrem Vortrag über Empowerment: Wie wir unseren Handlungsspielraum zurückgewinnen auf unsere Selbstverantwortung und den Umgang mit unserer Erde, unserer Existenz. Sie macht auf die Klimakrise und das 6. Mas­sensterben (Artensterben) aufmerksam, bei denen erstmals in der Geschichte der Mensch dafür verantwortlich ist. «Mit dem Zyklusstart Saturn/Pluto im Erdzeichen Steinbock muss ein neuer Umgang mit der Erde, unserer Existenz, gefunden werden, was zurzeit unsere brennende Erde apokalyptisch aufzeigt. 2020 ist auch ein Jahr des Erwachens, der politischen Unruhen, denn die Welt brennt auch politisch.» Kissling stellt Fragen in den Raum wie: «Wer hat die Macht – Volk oder Regierung? Und welche Regierung? Wer führt uns aus den Krisen heraus? Denn der ­Triumph der starken Männer (Politik) spaltet die Gesellschaft und hat starkes Eskalationspotenzial (USA– Iran). Doch der maximale Druck birgt auch die Chance, endlich die Probleme an der Wurzel zu packen. 2020 ist das Jahr des Erwachens.» Die Referentin analysiert dann die drei grossen Konjunktionen und die globalen Zyklen 2020: Saturn/Pluto (Januar), Jupiter/Pluto (April) und Jupiter/ Saturn (Dezember in Wassermann), die die bestehenden Machtverhältnisse, das Finanzwesen, Wertvorstellungen, Weltanschauungen (Religion), aber auch Monarchien transformieren würden. Darüber hinaus beleuchtet sie detailliert die Jupiter-, (rückläufige) Venus- und Mars-Transite über die grossen Konjunktionen und was dies für die US-Wahlen bedeutet sowie den neuen Lilith/Uranus-Zyklus (Januar 2021), der für neue Sichtweisen und einen Systemwechsel spricht. Kissling meint auch, dass mit Empowerment jeder selbst Einfluss nehmen, jedoch ­ohne Empathie niemand Verantwortung übernehmen könne, denn es brauche Achtsamkeit, Zivilcourage, ein offenes Herz und Dialogfähigkeit (anstelle von Selbstdarstellung in den sozialen Medien), um eine Verbundenheit zu fördern – wie es uns etwa ein Vogelschwarm vormache.

 
 
Klemens Ludwig

Klemens Ludwig ist auf seinen vielen Reisen schon oft in Kontakt mit dem Islam gekommen. In seinem Vortrag Entstehung und Expansion des Islam – astrologisch betrachtet, mit dem Wagnis einer Prognose geht es ihm nicht um Persönliches, sondern um eine historische, mundane und politische Sicht auf den enormen Einfluss, den der Islam auf die Weltpolitik hat, denn es gibt weltweit 1,5 Milliarden Muslime. Er bezieht sich dann auf die Sonnenfinsternis von 622, deren Lauf über die Erdkugel alle grossen islamisch geprägten Staaten getroffen hatte. Da über das Geburtsjahr Mohammeds nur spekuliert werden kann (570–572), deutet der Referent das Horoskop der Geburtsstunde des Islam, die Hidschra (Flucht Mohammeds): «Die Sonne/Saturn-Konjunktion in Krebs am DC und die starke Löwe-Betonung erklärt die normative Religion. Krebs setzt sich mittels Leiden durch. In Westeuropa wird eine Opferrolle inszeniert …» Ludwig erklärt dann die Grundlagen des Islam: Es ist die strengste monotheistische Religion (Ramadan, Almosen geben, Pilgerfahrt nach Mekka), sie kommt aus der Wüste, wo die Gemeinschaft überlebenswichtig ist. «Es besteht auch ein starker universeller Anspruch innen und aussen (stark besetztes siebtes Haus), und es gibt keine Trennung von Sakralem und Profanem (Luft-Element fehlt).» Dann bezieht sich der Referent auf das 20. Jahrhundert, die Gründungen der Muslimbrüder (1928) und der Islamischen Republik Iran (1979). Die Wassermann-Betonung deutet er nicht nur positiv, sondern weist auf die Entsprechung zur kleinen, abgeschotteten Elite hin, die völlig von der eigenen Meinung überzeugt ist, den einzig wahren Weg zu gehen. Aktuell verweist Ludwig auf die Wichtigkeit der Sonnenfinsternis vom 26. Dezember 2019, welche Saudi-Arabien, Indonesien und den südöstlichen Raum streifte, sowie auf die aktuellen Transite des Hidschra-Horoskops (Saturn/Pluto steht am AC, Uranus am IC). «Ein islamisches Revival ist zu erwarten, aber auch tiefe Erschütterungen, ausgelöst von jungen Leuten, die das orthodoxe System ablehnen.»

  
Karen Hamaker-Zondag

Karen Hamaker-Zondags Vortrag handelt vom Wandel der Zeiten: Eine schwere Geburt, denn Pluto befinde sich jetzt in der gefährlichsten Phase in Steinbock, in den letzten 10 Graden der Dekade, was immer problematisch sei (letztmals 1772). «Die Angst vor der Zukunft ist gross, und es wirken instinktive Kräfte. Mit der Saturn/Pluto-Konjunktion ist das Auseinanderfallen von Strukturen nicht nur psychologisch absehbar, sondern betrifft auch Staaten, Organisationen, Gebäude, also jede Ebene. Die dramatischen Ereignisse wie Gewalt und Tod, ausgelöst durch Kriege und Umweltkatastrophen, machen viele Leute zu Opfern, was zu einer enormen Tapferkeit und Entschlossenheit, aber auch zu Erfahrungen tiefster Demütigung führt.» Hamaker-Zondag analysiert dann detailliert das Ur-Horoskop aller Börsen (1. 9. 1602, 0:30 LT, Amsterdam). Sie verweist auf die Jupiter/Pluto-Opposition und das Stellium im dritten Haus (Neptun/Sonne/Chiron/Merkur), was die vielen Fehlinformationen auf den Finanzmärkten erkläre. Auch der 8. Juni 1772 spielte eine wichtige Rolle, denn Pluto machte ein T-Quadrat auf die Jupiter/ Pluto-Opposition (wie jetzt auch die ­Saturn/Pluto-Konjunktion): 20 wichtige Bankhäuser gingen damals bankrott! Das China-Horoskop wiederum zeige, dass dort in nächster Zeit viel passieren werde (zum Beispiel Uranus-Transit im Quadrat zu AC/Mond in Wassermann). Hamaker-Zondag meint, dass China das nächste globale Finanzzentrum wird, denn Europa und Amerika würden schwächer werden. Nach diesen ausführlichen Analysen im Finanzbereich wirft Hamaker-Zondag zum Schluss einen Blick in die Zukunft mit Pluto in Wassermann und macht auf die Gefahr eines «Surfen im Seichten» aufmerksam, denn diese Konstellation fördere das Sucht­verhalten – Fantasie und Individualismus würden schwinden. «Was bringt also die Zukunft: einsam am Smartphone oder gemeinsames Händehalten? Es gibt heute viele Organisationen und Gegenströmungen (Neptun in Fische), die man noch nicht sieht, die aber das Verbundenheitsgefühl bereits leben.»

 
 
Claude Weiss (mit Ray Merriman und Verena Bachmann)
© Foto: Alexandra Elser

Anschliessend folgt der Tandemvortrag Die grosse Konjunktion von 2020 und die Geburt einer neuen Welt von Claude Weiss und Ray Merriman:

Claude Weiss meint zu Beginn seines Vortrags Die doppelte Periodizität des Saturn/Pluto- und des Jupiter/Saturn-Zyklus, dass diese aussergewöhnliche Konvergenz grosser Zyklen innerhalb eines Jahres sehr selten sei und Sorgen erzeuge. «Diese drei Zyklen hatten wir zuletzt 1980–82 im Waage-Zeichen. Damals hat sich die Welt verändert, die neoliberale Wirtschaft und Chinas Aufschwung (Waage-Land) begannen, und mit der iranischen Revolution (1979) wurden erste Schritte zu einer multipolaren Welt gesetzt. Das Credo der 80er-Jahre war: Entwicklung, Zusammenarbeit, Profit für alle. Dafür wurden die Schulden immer günstiger. Nun ist der Moment der Abrechnung gekommen (Steinbock)». Weiss verweist auch auf die letzte Saturn/Pluto-Konjunktion in Steinbock (13. Januar 1518), vor 502 Jahren, wo der Beginn der Reformation den Ablasshandel ablöste. [Siehe dazu den Artikel «2020 – Aufwühlender, aber auch inspirierender Start in ein neues Jahrzehnt» auf S. 22 im neuen Heft].

Raymond Merriman betont in seinem Vortrag Die Saturn/Pluto-Konjunktion und die Finanzmärkte – mit besonderem Blick auf die USA (die englisch-deutsche Übersetzung besorgt Verena Bachmann), dass letztes Jahr viele Börsen Allzeithochs erlebten und ein Anstieg der Aktienmärkte unter Jupiter in Schütze zu verzeichnen war. Jedoch herrsche auch eine düstere Ahnung von einem abrupten Ende, denn paradoxerweise steige auch die Angst, wenn die Märkte steigen. «Der grösste Crash steht unmittelbar bevor, da die Regel gilt: je höher der Aufstieg, umso härter der Fall, je länger der Aufstieg, umso schärfer der Abstieg.» Merriman erklärt dann ausführlich die zyklischen Bewegungen und die Aufteilung eines Zyklus in Unterzyklen. Langzeitzyklen an der Börse dauern 18 Jahre (Beginn USA: 2009, Deutschland: 2003). Dies bedeute, dass der DAX einen viel tieferen Absturz im Aktienmarkt als der Dow Jones haben wird, da das Ende eines Zyklus die herausforderndste Phase mit der Gefahr ­eines Kollapses ist. Abschwünge an der Börse in diesem Kontext waren: 1907, 1931/33, 1965–66, 1973–74, 2001–02, 2009–10. Alles Perioden mit Saturn/Pluto- und Saturn/Uranus-Aspekten – das nächste Mal finden solche 2020/21 statt. Allzeithochs seien immer kurz vor dem Aspekt zu verzeichnen gewesen, Tiefs immer danach oder während des Aspekts. Das erste Saturn/Uranus-Quadrat erfolgt im Februar 2021.

Die angekündigte Diskussion von Claude Weiss und Raymond Merriman wird als Interview geführt. Weiss: Wie sieht der Abschwung von DAX und Dow Jones in Prozenten aus? Merriman: «Der Dow Jones mit dem 6-Jahres-Zyklus zirka 19 %, der DAX mit 18-Jahres-Zyklus zirka 56–73%. Weiss: «Betrifft dies auch den SMI?» Merriman: «Dieser könnte entweder mit dem deutschen oder dem amerikanischen Abschwung mitmachen, also 23–55 %, denn das Tief könnte 2003 oder 2009 stattgefunden haben!» Auch erörtert Merriman den Zusammenhang von Finanz- und politischen Krisen, anhand von sechs Horoskopen (USA, Donald Trump, Jerome Powell, FED, New Yorker Börse und Erste Börse 1602), die momentan alle harte Pluto-Transite erfahren. [Hinweis: Der wichtigste Teil dieses Interviews von Claude Weiss mit Raymond Merriman ist in der Rubrik «Mit den Sternen investieren» in der neuen Ausgabe von ASTROLOGIE HEUTE wiedergegeben.]

  
Podiumsdiskussion: Ludwig, Kissling, Niederwieser, Klinghammer, Weiss, Bachmann (v. l. n. r.)
 

Nach diesem reichen, eindrucksvollen Tag führt uns Alexandra Klinghammer am Sonntagmorgen durch die Morgenmeditation. Es geht um die Verabschiedung des alten Zyklus und darum, ein neues Kraftfeld aufzubauen – persönlich und für den Weltfrieden. Nach diesem sanften Einstieg in den Tag geht es am Sonntag kurzweilig weiter mit Kurzvorträgen und Workshops [siehe Kasten gegenüber].

In den Pausen geht es jeweils lebhaft und fröhlich zu und her. Gefastet hat kaum jemand, obschon sich dies mit dem Steinbock-Stellium direkt angeboten hätte. Doch der Mond in Krebs und Löwe und die Wassermann-Venus haben sich kulinarisch durchgesetzt mit einem bunten, vielseitigen und üppigen Apéro-Buffet in modernem Ambiente mit lockeren, aufgestellten und gesprächigen Astrologinnen und Astrologen.

In der Podiumsdiskussion Die kommende Zeit am späten Sonntagnachmittag mit Alexandra Klinghammer (Moderation), Verena Bachmann, Monica Kissling, Klemens Ludwig, Christof Niederwieser und Claude Weiss wird über folgende Fragen diskutiert: die Erschütterungen in der Arbeitswelt und die mögliche Zunahme von Rechtstendenzen, ob es mit der Saturn/Pluto-Konjunktion nötig wird, schärfere Gesetze einzuführen, und ob wir auch die Zeit dafür haben, neue Wege zu finden, um den Planeten zu retten … und welche persönliche Haltung es dazu braucht, um das Potenzial der kommenden Zeit auszuschöpfen!?

Danach führt uns Verena Bachmann durch das Schlussritual bzw. durch einen alchemistischen Prozess. Es würde dem Ritual nicht gerecht werden, die Meditation mit Worten zu beschreiben – alle sind in ihre eigene Welt versunken und setzen einen persönlichen Samen für die Zukunft.

Ganz friedlich und entspannt löst sich der Kongress dann auf. Es war ein intensives Wochenende voller Inspirationen gewesen. Weder blutleer noch hungrig verliessen die Teilnehmer das Gebäude, aber berührt, nachdenklich und zuversichtlich für die Welt von morgen.

Hinweis: Die Vorträge, Kurzvorträge und Workshops sowie die Podiumsdiskussion sind als Audio-Dateien hier erhältlich.
 


Kurzvorträge und Workshops
 

Kurzvorträge:

Ursula Degen: Wenn die Berufslandschaft von heute nicht mehr die von morgen sein wird – Degen ging der (Saturn-) Frage nach, weshalb ein Mensch in die Laufbahnberatung kommt und stellte die drei Stufen der Saturn-Entwicklung vor. Dabei zeigte sie uns noch eine Auflistung von publizierten zukünftigen Berufen, wie zum Beispiel Drohnen-Verkehrsmanager, Cyber-Stadtplaner etc.

Monika Preuß: Saturn – Geschenke eines Übeltäters – Preuß erläuterte zuerst das Symbol Saturns (Kreuz auf Schale) und wies darauf hin, dass Mond und Saturn in vielem verwandt sind. Sie beleuchtete zudem ausführlich Saturns Kompetenzen im individuellen Alltag vom Flow bis zur Demut und wie der Mensch vom Profiteur zum Altruisten wird.

Olaf Staudt: Spiegelpunkte in der Astrologie – «Mit der Technik der Spiegelpunkte werden planetarische Verbindungen in Horoskopen sichtbar, die im normalen Aspektbild oft verborgen bleiben.» Das Potenzial der «linearen Methode» zeigte Staudt anhand von Ernest Hemingway, Donald Trump, Greta Thunberg und Helmut Kohl (Spendenaffäre 1999/2000) auf.

Elke Apel: Die kommenden Generationen in Wirtschaft und Politik – Was treibt sie an? – Apel verwies auf einige historische Neptun/Pluto-Zyklen und erklärte, was das lange zu- und abnehmende Sextil im 20. Jahrhundert bis heute zu bedeuten hat. «Da Pluto das Transformationspotenzial und Neptun die Träume einer Generation darstellen, lassen sich mit dem Ingress von Pluto und Neptun die Interessen und das Potenzial einer Generation beschreiben.»

Workshops:

Sibylle Sulser: Die Selbstermächtigung und die Erlaubnis dazu: eine brisante Verbindung zwischen Pluto und Saturn – Sulser erörterte zuerst Pluto im entwickelten, bewussten Zustand, dann dessen Entgleisungen und wie diese transformiert werden können. Saturn sieht sie als «Prüfer der Strenge», der die Erlaubnis gibt sowie Macht und Kraft zurückzuhalten weiss und bestenfalls für ein pragmatisches Urvertrauen steht. Im persönlichen Erleben erklärte sie die Bedeutung von Saturn/ Pluto in den Häusern mit Unterscheidung von intro- und extravertierter Platzierung (nach der Huber-Schule).

Christian König: Von einem anderen Stern. Eine Einführung in die Fixsternastrologie – «Sterne gehören nicht zu unserem Sonnensystem, denn sie kreisen um den Polarstern, haben eine eigene Kultur.» König lenkte unseren Blick auf das beseelte Universum mit seinen 6000 sichtbaren Sternen am Himmel. Er stellte dann anschaulich die Stars der Fixsterne vor: zum Beispiel behenische Fixsterne wie Plejaden, Sirius etc., sowie einige Deutungs­methoden samt philosophischem Hintergrund.

Verena Bachmann: Gefahren und Ressourcen beim Übergang in die neue Zeit – Bachmann fokussierte sich auf die Ressourcen und Verzerrungen von Saturn, Pluto und Uranus im persönlichen Leben im Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung. Dabei unterschied sie differenziert zwischen drei Ebenen: kollektive/ archetypische Energien, transpersonale Energien und Seelenweg sowie individuelle, bewusste transpersonale/geistige Fähigkeiten. Sie präsentierte dabei auch diverse Lernschritte.

Christof Niederwieser: Der Menschheits-Organismus 2050 – In seinem Workshop entführte uns Niederwieser vom Jetzt in die Zukunft und beleuchtete unter anderem die Entwicklung der Weltbe­völkerung anhand von Zyklen, wie zum Beispiel Saturn/Pluto (Machtstrukturen), Uranus/Pluto (Technologien), Saturn/Jupiter (Mentalität) mit historischem Diskurs. Unter Einbezug des Publikums gab es zudem eine «morphologische Extrapolation» …
 

       
Ursula Degen
 
Monika Preuß
 
Olaf Staudt
 
Elke Apel
             
     
Sibylle Sulser
 
Christian König
 
Verena Bachmann
 
Christof Niederwieser

 

Weitere Fotos finden Sie hier

 


Viviane Backhaus, Jg. 1969, geprüfte Astrologin (SFER); studierte Kunst- und Literaturgeschichte; 15 Jahre in der Verlags- und Buchbranche; 2016– 19 im Vorstand des Astro-Club Zürich; Autorin zahlreicher astrologischer Fachartikel

 

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